Atomic Ski auf der Skipiste in Zauchensee

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Kunstschnee – gerne diskutiert!

Michael Walchhofer schreibt, was es mit dem Kunstschnee auf sich hat!

Kunstschnee eine plakative Diskussion?

Die aktuelle Klimadebatte rund um die Friday for Future Bewegung will ich zum Anlass nehmen, um das Umweltthema im Zusammenhang mit meinem heiß geliebten Wintersport zu beleuchten. Hier stelle ich fest, dass häufig eine einseitige und plakative Diskussion geführt wird, vor allem in Bezug auf das Thema technische Beschneiung. Der „Kunstschnee“ wird in Klimadiskussionen sehr gerne als Negativbeispiel für die Klimaveränderung und den Ressourcenverbrauch statuiert.

Wenn man bedenkt, dass vom gesamten Energiebedarf, den Skifahrer im Urlaub verbrauchen der Skibetrieb samt Beschneidung nur 4 % ausmacht, die An- und Abreise mit dem Auto jedoch 38 %, lässt sich schon gut die Gewichtung erkennen. Mit einer umweltfreundlichen An- und Abreise ließe sich also ein großer Beitrag zur Umweltschonung leisten.

Das „Negative Campaigning“ der technischen Beschneiung beginnt für mich aber schon beim Wording. Kunstschnee hätte es nie genannt werden sollen, denn bei technisch erzeugtem Schnee handelt es um ein reines Wasser-Luft Gemisch, das aus den Schneeerzeugern mit Hochdruck versprüht und zerstäubt wird.

Ich verwende daher ausschließlich die Begriffe technischer Schnee oder auch Maschinenschnee.

Eine Begegnung vor nicht allzu langer Zeit hat mir vor Augen geführt, wie wir Menschen uns alleine durch das Wording beeinflusst lassen. Die Person war absolut überzeugt, dass Kunstschnee mehr als Luft und Wasser sein muss, eben etwas künstliches mit Beimengung diverser Chemikalien oder sonstigem Hokuspokus.  Mit diesem Missverständnis müssen wir natürlich schleunigst aufräumen. Viele Menschen denken, wenn sie Kunstschnee hören, tatsächlich, dass hier chemische, schlimmstenfalls womöglich noch umweltschädliche Substanzen, zur Erzeugung von Schnee notwendig sind.

3 Faktoren sind für die Erzeugung von technischem („Kunst-„) Schnee ausschlaggebend: Kalte Luft, kaltes Wasser und eine möglichst niedrige Luftfeuchtigkeit. Passen diese 3 Faktoren, so entsteht durch die Zerstäubung von Wasser Schnee. Es handelt sich somit um technisch hergestellten Schnee, der aus nichts weiter als Wasser und Luft besteht.

Apropos Wasser: das verwendete Wasser für die technische Beschneidung, wird dem natürlichen Wasserkreislauf im Herbst entnommen und im Frühjahr bei der Schneeschmelze wieder diesem zugeführt. In anderen Fällen werden Wasserspeicher wieder bei der Schneeschmelze gefüllt, so dass es im Winter wieder für die Beschneidung zur Verfügung steht. Teilweise wird das Wasser im Frühjahr zur Schneeschmelze auch in Speicherseen gelagert. Wichtig ist hier zu erwähnen: das Wasser geht dem natürlichen Wasserkreislauf in unseren Bergen nicht verloren.

Bleibt also noch die Frage zur Ressource Energie. Wenn man davon ausgeht, dass Wirtschafts-, Industrie- und Produktionsbetriebe logischerweise einen entsprechenden Energieverbrauch haben, dann ist der Anteil an verbrauchter Energie für unseren Wintersport und Tourismus im unteren Spitzenfeld zu finden. Wir im Skiparadies Zauchensee beispielsweise beziehen die Energie aus 100% erneuerbaren Ressourcen.

Ich freue mich schon jetzt wieder auf traumhafte Skierlebnisse im Winter
Euer Michael Walchhofer

PS: die ÖBB bieten heuer erstmalig einen Urlaubexpress an. Der Sonderzug fährt jeden Samstag direkt von Wien über St. Pölten und Linz zu unserem Bahnhof nach Altenmarkt. Die perfekte Anreise also in den Urlaub, für alle, die auf dieser Strecke zuhause sind!

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